Warum hat eigentlich noch niemand Boris Becker gefragt?
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Weil es durchaus Sinn macht einen Philosophen zu fragen, wenn man eine fundierte Meinung über die Abwägung von Sicherheit, Freiheit und Datenschutz haben möchte. Die Schlagzeile produziert da ein schiefes Bild scheint mir. Dies fand ich hilfreicher: berliner-zeitung.de/kultur-v…
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Der Fehler liegt hier: Es gibt keinerlei Grund zu der Annahme, »dass die personenbezogenen Daten lediglich zur Pandemiebekämpfung verwendet werden« würden. Und sehr viele berechtigte Zweifel daran.
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Gleichzeitig gibt es sehr viele Dinge, die man sehr drastisch verbessern könnte, ohne den Datenschutz hintenan zu stellen. Vielleicht könnte man ja mit denen starten.
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Beidem will ich ja gar nicht wieder sprechen. Es ging mir nur darum, dass bei der Abwägung von Gütern ein Philosoph, der sich mit Ethik beschäftigt genau der richtige Experte ist, den man fragen sollte. Bei solchen Themen ist es aber auch normal eine andere Bewertung zu haben.
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Bringt nur halt nix, wenn dir da die falschen Entscheidungsmöglichkeiten vorgehalten werden. Wenn jemand sagt "Wir schützen die Daten um x weniger, dafür ist die Effektivität um y höher", kann ein*e Philosoph*in das ethisch bewerten, nur eben nicht, ob x und y realistisch sind
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Der Konflikt, der da suggeriert wird, ist nicht vorhanden bzw. nicht entscheidend. Man könnte ihn z.B. ja mal fragen, ob es ethisch richtig wäre, 10 Mio. € Steuergelder für gute, datenschutzkonforme Lösungen auszugeben

Dec 14, 2020 · 3:48 PM UTC

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