Der zweite Zeuge der Sitzung, He. Ja., trug wenig zur Arbeit des PUA bei. Bis auf sein verlesendes Eingangsstatement, machte der Zeuge, der die Assistenz der BAO-Führung übernommen hatte, Erinnerungslücken geltend.
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So konnten Festplatten, die bei einer Durchsuchung bei Petereit beschlagnahmt wurden, bis heute nicht entschlüsselt werden. Dies hätte zu lange gedauert und sei zu kostenintensiv gewesen.
Sep 26, 2022 · 1:47 PM UTC
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So kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere NSU-Bezüge durch eine Entschlüsselung ergeben hätten.
Viele Fragen an den Zeugen konzentrierten sich auf die Evaluation der BAO Arbeit, wobei der Zeuge laut Protokoll an der Besprechung teilgenommen hätte.
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Auch hier konnte sich der Zeuge nicht erinnern. Die Dokumente spielten bereits in der vergangenen Vernehmung eine zentrale Rolle, da darin teils deutliche Kritik am Verfassungsschutz geäußert wurde.
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Dem Zeugen wurde vorgehalten, dass mehrere Beamte aus der BAO TRIO M-V wenig Motivation für die Arbeit gehabt hätten. Darüber hinaus sei der Eindruck entstanden, dass Beamte in Teilen nicht die erforderliche Erfahrung+nur wenige Kenntnisse im Bereich Staatsschutz gehabt hätten.
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Laut Zeugen sei es nicht möglich gewesen, mehr Beamte aus dem Bereich Staatsschutz für die BAO abzuziehen.
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Sein Unverständnis äußerte er jedoch darüber, dass M-V kein eigener Regionalabschnitt innerhalb der BAO des BKA geworden sei, obwohl der Mord und die Raubüberfälle Grund genug gewesen wären.
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Damit hätte dem LKA wohl mehr und spezifisch geschulteres Personal zur Verfügung gestanden. Stattdessen sei die BAO TRIO M-V als eigenständige Ermittlungseinheit gegründet worden.
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