Hmmm. Es stimmt, dass Redaktionen oft im Alleingang die Titel schreiben. Aber bei so was Heiklem? Ich würde mir da auf jeden Fall ein Vetorecht vorbehalten, und wenn das nicht geht, dann erscheint der Text halt woanders.
Unsere Perspektive auf die aktuelle Aufregung um Hans-Georg Maassen: Dieser hatte einen vielbeachteten 20 Punkte Plan zur Bewältigung der Migrationskatastrophe vorgelegt, der von erfahrenen Fachleuten sehr gelobt wurde. Dazu hatte er in der Weltwoche noch einen sehr persönlichen Artikel geschrieben, der mit dem Tod seiner Cousine beginnt, die schwer krank war und sich einreden lies, dass sie mit alternativen Heilmethoden gesund werden könne. Sie starb eines schrecklichen Todes. Daraus leitete er ab, dass man auch bereit sein muss, harte Maßnahmen zu treffen. Den reißerischen Titel hatte die Zeitung erfunden, in der der Artikel erschien, der hatte gar nichts mit dem Artikel zu tun. Was kein unübliches Prozedere ist. Das wurde klargestellt und wir haben auch einen anschließend verfassten, leicht frotzelnden Tweet gleich wieder gelöscht, in dem wir - also das Team - uns über die Aufregung was den Titel anging etwas mokiert hatten. Das war etwas unpassend gewesen, aber man ist eben auch nur ein Mensch und auch uns lässt es manchmal einfach nur fassungslos zurück, mit welcher Heftigkeit der Mob toben kann und dann fängt man zum Beispiel an Witze zu machen, damit man das überhaupt aushält. Wer von Seiten der Presse - über den aktuell mal wieder tobenden irren Shitstorm hinaus - weiteres zum Massnahmenpaket gegen die Migrationskatastrophe erfahren möchte, ist herzlich eingeladen uns anzuschreiben. Presse@hgmaassen.com TM
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Glauben Sie mir, wir haben daraus gelernt. Solche Missverständnisse lassen sich halt manchmal nicht vermeiden, wenn es in diesem Fall auch wirklich unglücklich gelaufen ist. Aber kein böser Wille auf allen Seiten, davon sind wir überzeugt. @Weltwoche Wir halten das ganze ja für ein interkulturelles Problem. Vielleicht kann man als Schweizer sowas sagen, aber man darf es halt keinem Deutschen in den Mund legen, dann wirkt es gleich ganz anders. Das wissen wir jetzt. TM
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Das nennt man dann wohl bürgerliches Rückgrat.
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Was soll das heissen? TM
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Soll heißen, dass man sich nicht distanziert - schon gar nicht von sich selber.
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Wenn man mit was nicht zufrieden war, kann man das auch eingestehen. Sehe nicht wo da das Problem ist. TM

Nov 20, 2023 · 8:45 PM UTC

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