„Demokratie, Rechts-und Sozialstaat, Staatlichkeit insgesamt setzen ein Minimum an sozialer Kohäsion und Homogenität voraus.
Dieses unverzichtbare Mindestmaß
hatte der Verfassungsrechtler
Ernst-Wolfgang Böckenförde im Blick, als er feststellte: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“
Nachdem sich das Pathos der Entgrenzung verbraucht hat, werden sich die Partisanen der Vielfalt und Differenz statt in der multikulturellen Utopie in einer „multitribalen Gesellschaft“ wiederfinden, in welcher der Rechtsstaat „einen Stamm unter Stämmen“ bilden kann.“
Michael Esders, SPRACHREGIME