"Wie einseitig die «Zeit» über Döpfner berichtet, fällt auch auf, wenn man sich anschaut, was ihre Autoren nicht für problematisch halten, etwa eine Nachricht der Gesellschafterin Friede Springer an den früheren «Bild»-Chefredaktor. Darin bittet diese den «lieben Julian», der «erfahrenen Bundeskanzlerin» Angela Merkel beim Umgang mit der Corona-Pandemie zu «helfen».
Ist das, also die Aufforderung, sich der Regierung als publizistische Schützenhilfe anzudienen, nicht viel problematischer als ein Verleger, der sich privat kritisch über den Mainstream und die Eliten des Landes äussert und Merkel für eine Fehlbesetzung hielt?"
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@DIEZEIT wollte Mathias Döpfner blossstellen. Doch der Fall zeigt vor allem, wie ein Medium durch Mangel an Distanz und Differenziertheit zum Spielball von Informanten werden kann. Das ist schlechter Journalismus.
«Der andere Blick» von
@MarcFelixSerrao
nzz.ch/meinung/der-andere-bl…