Zum Tod von Henry #Kissinger veröffentlicht die BILD ein im letzten Monat von Matthias Döpfner, Springer-Chef, geführtes Interview mit dem während der Nazi-Zeit aus Deutschland geflohenen ehemaligen amerikanischen Außenminister jüdischer Herkunft. Zu den Nöten deutscher Politiker sagt Kissinger: "Manchmal müssen sie durch Phasen komplizierter Entscheidungen gehen, aber sie dürfen nie ihren Sinn für Freiheit verlieren."' Zu seinen Eindrücken als junger Soldat in #Deutschland unmittelbar nach dem Krieg: "Nun, ich muss sagen, in der Anfangszeit, in den ersten Monaten der Besatzung, war ich nicht frei von diesem Gefühl der Rache, und ich habe auch nichts dagegen unternommen. Aber nach ein oder zwei Monaten, als ich sah, wie Deutschland litt, kam ich zu der Überzeugung, dass ein Schlussstrich gezogen werden musste, und tatsächlich, als ich mehr über die deutsche Geschichte erfuhr - Hitler war ein einzigartiges Ereignis in der deutschen Geschichte - da dachte ich, dass der beste Dienst, den ich tun konnte, darin bestand, zur Versöhnung mit Deutschland beizutragen und denjenigen in Deutschland zu helfen, die positivere Ansichten hatten. Ich habe großen Respekt vor den Regierenden und Menschen, die das heutige Deutschland aufgebaut haben." Zu den Pro-#Hamas-Feiern auf deutschen Straßen nach deren Terrorangriff auf #Israel: "Es war ein schwerer Fehler, so viele Menschen mit völlig unterschiedlichen kulturellen und religiösen Vorstellungen ins Land zu lassen, denn dadurch entsteht in jedem Land eine Interessengruppe, die Druck ausübt. Deshalb finde ich die Feierlichkeiten über das, was passiert ist, was technisch gesehen eine Art kriminelle Handlung war, schmerzhaft." Kissinger wünscht sich von Deutschland mehr Führung in der Welt, insbesondere mit Blick auf die Zukunft der #Ukraine. Zur Bewältigung der Nazi-Zeit in Deutschland hat er als selbst Betroffener eine klare Ansage für uns: "Der Grund, weshalb Deutschland in Misskredit geraten ist, liegt fast ein Jahrhundert zurück. Und man kann von einer Nation nicht verlangen, einen Preis für die Taten ihrer Vorväter zu zahlen." Möge er in Frieden ruhen. bild.de/politik/ausland/poli…

Nov 30, 2023 · 11:01 AM UTC

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